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In Zusammenarbeit mit nestor, dem Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung und der Gesellschaft für Informatik (GI), wurde am 6. September 2010 die gemeinsame Arbeitsgruppe "Emulation" (in der GI: AK Langzeitarchivierung) gegründet. Die gleichzeitige Anbindung der AG sowohl an die GI als auch an nestor ermöglicht den Zugriff auf die vielfältigen Ressourcen des Netzwerkes in Zusammenhang mit einer Bündelung der informatisch-technischen Kompetenzen der GI-Mitglieder.

Es gibt bei der GI ebenfalls eine entsprechende Gruppe, deren Seiten sich unter: http://digitale-bewahrung.de/ finden lassen.

Nächstes Treffen

Das nächste Treffen der AG steht noch nicht fest, soll jedoch noch vor Jahresende stattfinden. Die nächste größere Veranstaltung mit Beteiligung von Mitgliedern dieser AG ist die iPRES in Amsterdam im September. Das Treffen soll auch dazu dienen, den Austausch wieder etwas zu verstärken und gleichzeitig die Verschränkung mit den anderen Nestor-Aktivitäten zu erreichen. Deshalb hätten wir die folgende Punkte für die Agenda:

  • Erweiterung, Anpassung, Inhalte für die AG-Seiten an dieser Stelle
  • Überlegungen zu einem Blog für kurze Berichte laufender Aktivitäten
  • Entscheidung über die Ablage von Protokollen, Hinterlegen weiterer Inhalte, Anregungen, Hilfestellungen.
  • Verknüpfung mit anderen Nestor-AGs: So trägt auf dem Praktikertag beispielsweise Heinz Werner Kramski (Deutsches Literaturarchiv Marbach): Register und Kontaktbörse für obsoleszente Speichertechniken (»R.O.S.T.«) vor - dieses ist in weiteren Schritten durchaus recht eng mit dem Thema Emulation verknüpft - Was mache ich mit den erkannten u.U. sehr obsoleten Formaten? Wer hat evtl. geeignete Hardware, um bestimmte Software auszuführen oder einen Emulator dagegen zu vergleichen
  • Ebenso gibt es Berührungspunkte zum Forschungsdatenmanagement und dem langfristigen Umgang mit Software. In Freiburg ist hier im Moment das CiTAR-Projekt hervorzuheben, aber im Rahmen der NFDI wird die Komponente der Diskussion sicherlich auch nochmal relevanter.

Eine kurze, formlose Anmeldung an: vl-nestor@dnb.de schicken, wenn eine Teilnahme angedacht wird!

Ziele und Aufgaben

Emulation hat sich in den letzten Jahren zu einer notwendigen, ernstzunehmenden und nutzbaren Strategie im Rahmen der Bewahrung des digitalen Kulturerbes entwickelt. Mit zunehmender technischer Reife sollen in der nestor-AG Emulation neue kurz- und langfristige Ziele verfolgt werden. Insbesondere soll die AG dazu beitragen, dass Emulation als weitreichende Strategie verstanden wird, die über rein technischen Aspekte hinausgeht. Die technischen Herausforderungen stellen zwar weiterhin ein wichtiges Arbeitsfeld dar, gerade aber die organisatorischen und rechtlichen Aspekte sollen stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Schwerpunktmäßig möchte die nestor-AG Emulation ab 2018 folgende Themen adressieren:

  • Emulation setzt langfristig ein erweitertes Ökosystem von Erhaltungsmaßnahmen voraus. So ist beispielsweise eine systematische und dauerhafte Sammlung und Erhaltung von Software notwendig. International sind bereits einige Initiativen im Gange (Software Preservation Network (SPN), PERSIST, Software Heritage Foundation). Die nestor-AG Emulation wird sich um die Kooperation mit diesen Initiativen bemühen.
  • Kooperation mit der DINI/nestor-AG Forschungsdaten: Für die Publikation, Erhaltung und Reproduktion von computergestützten wissenschaftlichen Ergebnissen kann die Emulation ein wesentlicher Baustein für die nachhaltige Sicherung von und den langfristigen Zugriff auf datenzentrierte(n) Publikationen werden.
  • Die Klärung rechtlicher Fragestellungen ist für eine breite Nutzung von Emulation notwendig. Urheberrechtlich geschützte Software, allen voran Betriebssysteme, sind in den allermeisten Fällen eine notwendige Voraussetzung, um Objekte mittels Emulation zugänglich zu machen. Die nestor-Gruppe sollte sich um eine rechtssichere, faire Ausgleichs- bzw. Vergütungs- und Schrankenregelungen für die Nutzung von Software im Rahmen von Archiven, Museen und Bibliotheken einsetzen und regelmäßig auf die wachsende Problematik im Zusammenhang mit komplexer werdenden, software-basierten Objekten hinweisen.
  • Eine breitere Nutzung von Emulation in Gedächtnisorganisationen und setzt eine Verankerung des Themas in der Aus- und Weiterbildung voraus. Auch hier sollte die Kooperation mit internationalen Partnern (SPN, DPC, NDSR) gesucht werden.

Ansprechpartner

Name, Vorname

Einrichtung

Kontakt

Rechert, Klaus

Open SLX GmbH

klaus@openslx.com

von Suchodoletz, DirkRechenzentrum der Universität Freiburgdirk.von.suchodoletz@rz.uni-freiburg.de


Webressourcen zum Thema finden sich hier.



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