Das Selbstverständnis der GND ist es, Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Ressourcen und Communities herzustellen. Wie kann dabei ihre Doppelrolle als Datenbank (= informationswissenschaftliche Infrastruktur) und als Organisation (= soziale und administrative Infrastruktur) beim Ausbau der Zusammenarbeit der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects und Text+ helfen? Dies war eine der zentralen Fragen in Göttingen. Vor dem Hintergrund der Neuausrichtung des NFDI-Förderprogramms im Rahmen der neuen Bund-Länder-Vereinbarung (BLV) ab 2028 bekommt die Frage, wie das Synergiepotenzial rund um die GND zwischen den Konsortien auch von anderen Partnern genutzt werden kann, seine Dringlichkeit.
Anliegen des Arbeitstreffens war es, die GND aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, wozu die Gastgeber - die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, die Deutsche Nationalbibliothek für die GND-Zentrale sowie Vertreter*innen aus den vier geistes- und kulturwissenschaftlichen NFDI-Konsortien, einen programmatischen Dreiklang vorbereitet hatten.
- Die Rolle der GND in Tools und Services der Konsortien (Teil 1)
- Unterschiedliche Perspektiven auf vier Entitätstypen der GND (Teil 2)
- Zukunftspotenzial der vertieften Zusammenarbeit der Konsortien mittels der GND (Teil 3)
Das vollständige Programm mit allen Mitwirkenden finden Sie hier. Für die ausführliche Dokumentation der spannenden und konstruktiven Diskussionen und erste Ergebnisse haben wir uns als Veranstalter entschieden, zu jedem Teil eine eigenständige Publikation zu veröffentlichen, die wir hier verlinken.
Teil 1 des GND-Forums
In allen Konsortien wie auch in der GND-Zentrale werden Tools und Anwendungen entwickelt, die die Arbeit mit und rund um die GND erleichtern. Wir haben diese Anwendungen in kurzen Steckbriefen beschrieben. Jeder Steckbrief antwortet auf die vier Fragen:
- Wozu ist das Tool gut?
- Was kann man damit machen?
- Wie kommt man Zugang?
- Was muss man bedenken?
Ergänzt wird jeder Steckbrief durch zu weiteren Informationen, wie eine Kontaktadresse, Links und eine international gängige Kategorisierung zum Fokus der Anwendung. Wir haben uns für Cataloging, Enrichment, Retrieval und Mapping entschieden. Wir hoffen, dass künftig weitere Steckbriefe in ähnlicher Form die Sammlung ergänzen und erweitern.
Hier der Link zur Steckbriefsammlung: https://zenodo.org/records/21475637