Die zweite OER-Konferenz (OERde14) beginnt am Freitag in Berlin. Ein Ergebnis der letztjährigen OER-Konferenz war die Gründung der Gruppe "OER-Metadaten" innerhalb der DINI-AG KIM (Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten).

Nachdem auf der OER-Konferenz 2013 zwei aufeinanderfolgende Barcamp-Sessions zum Thema Metadaten stattgefunden hatten, war der Wunsch nach einer längerfristigen Vernetzung der aktiven Personen im Bereich OER-Metadaten groß (siehe auch meinen Bericht von der letzten OER-Konferenz). Bereits im letzten Jahr wurde dann die OER-Metadaten-Gruppe ins Leben gerufen sowie Mailingliste und Wikiseiten angelegt. In diesem Jahr sind dann langsam die ersten Aktivitäten ins Rollen gekommen.

Metadaten-Empfehlungen

Insbesondere hat die Gruppe mit der Erarbeitung von Empfehlungen zur Publikation von OER-Metadaten begonnen. Ziel ist ein gemeinsam erarbeiteter Vorschlag, der insbesondere folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Metadatenelemente zur Beschreibung offener Bildungsressourcen sollten benutzt werden?
  • Welche kontrollierten Vokabulare (Klassifikationen etc.) sollten angeboten und verwendet werden – etwa zur einheitlichen Angabe von Schulfach oder Studiengang, Bildungsbereich, Schulform und Bildungsstufe, die durch eine Bildungsressource abgedeckt werden.
  • Welche existierenden Datenmodelle (LOM, LRMI etc.) bieten sich zur Verwendung an? Welche Datenformate können verwendet werden?

Mitmachen

Die Gruppe ist offen für neue Mitglieder. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei der Entwicklung der Empfehlungen mitzuwirken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Partizipation – auf der OERde14 das BarCamp, wo mindestens eine Session zum Thema OER-Metadaten angeboten wird, auf der Mailingliste oder bei einer Teilnahme am diesjährigen edu-sharing-Workshop, der am 11./12. Dezember in Köln stattfindet. Im Rahmen des edu-sharing-Workshops ist das erste offene Treffen der OER-Metadatengruppe geplant.

Die DINI-AG KIM gibt die Veröffentlichung der "Empfehlungen zur Öffnung bibliothekarischer Daten" bekannt. Die Empfehlungen sollen bibliothekarischen Organisationen als Richtlinien und Referenz bei der Freigabe ihrer Daten dienen.

Gegenstand der Empfehlungen sind nicht nur beschreibende Metadaten, sondern sämtliche nicht-sensiblen Daten, die von bibliothekarischen Organisationen produziert werden, wie z.B. auch statistische Daten oder Zirkulationsdaten.

Die Empfehlungen benennen neun Prinzipien für offene bibliothekarische Daten. Um als 'offen' im Sinne der Empfehlungen zu gelten, sind zwingend die drei Kernforderungen nach offenem Zugang, offenen Standards und offenen Lizenzen einzuhalten.

Desweiteren sollten die Daten regelmäßig aktualisiert werden und auch im Ursprungsformat vorliegen, sie sollten strukturiert beschrieben werden und möglichst ohne Registrierung zugänglich sein. Vorkehrungen für die Nachhaltigkeit der Bereitstellung sollten getroffen werden.

Die Empfehlungen orientieren sich an existierenden Open-Data-Prinzipien und -Richtlinien für Gedächtnisinstitutionen oder dem öffentlichen Sektor im allgemeinen. Einzusehen sind die Empfehlungen im Wiki der Deutschen Nationalbibliothek unter folgender Adresse: https://wiki.d-nb.de/pages/viewpage.action?pageId=45419980
(Shortlink: http://is.gd/openbibdata)

Der Text selbst ist unter einer CC0-Lizenz veröffentlicht. Seine Verbreitung und Wiederveröffentlichung ist ausdrücklich erwünscht.

DINI-AG KIM