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02.06.2014: Version 1.1 der Empfehlung für die RDF-Repräsentation bibliographischer Daten veröffentlicht

30.09.2013: Die Empfehlung für die RDF-Repräsentation bibliografischer Daten V 1.0 ist erschienen.

 

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Die nachfolgende Wikiseite dokumentiert den aktuellen Stand der Empfehlungen und befindet sich in Bearbeitung. Version 2.0 wird vorbereitet, die Veröffentlichung ist für Mai 2017 geplant.

Geplante Änderungen für V 2.0:

Überarbeitungen nach Regelwerksumstellung in Bibliotheken

Die Einführung des Katologisierungsregelwerks Resource Description and Access (RDA) in Großteilen der deutschsprachigen Bibliothekslandschaft in 2015/2016 wird zum Anlass genommen, die Empfehlungen Version 1.1 zu überprüfen, zu ergänzen, sprachliche Anpassungen vorzunehmen und anderes mehr.

Umgang mit Informationselementen die sowohl in Linkform als auch in Literalform abzubilden sind

Bis Version 1.1 wird für den betreffenden Fall empfohlen, reine Literalformen mit Properties des Dublin Core /elements/1.1/ Namespace auszugeben und für dasselbe Informationselement in Linkform die parallel Property aus dem Dublin Core /terms/ Namespace zu verwenden (vgl. z.B. Abschnitt Personen und Körperschaften). Diese Empfehlung soll revidiert werden, da es sich aus verschiedenen Gründen mehr anbietet, für dasselbe Informationselement auch dieselbe Property zu benutzen. Für Modellierungen, die beide Formen berücksichtigen müssen, wird die neue Empfehlung sein, durchgängig die Properties des Dublin Core /terms/ Namespace bzw. Properties als owl:ObjectProperties zu benutzen. Die hinter Literalformen stehenden Entitäten sollen dann als eigenen Ressourcen abgebildet werden, entweder indem sie über einen generierten eindeutigen Identifier referenzierbar gemacht werden, oder mittels eines blank Nodes.

Ablösung von Properties des Dublin Core /elements/1.1/ Namespace

Es sollen nur noch Properties des Dublin Core /terms/ Namespace empfohlen werden.

Sonstiges

  • tabellarische Auflösung der verwendeten Präfixe unter "Namespaces"

Über die DINI-AG-KIM Gruppe Titeldaten

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an Datensets aus Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen als Linked Open Data veröffentlicht. Auch das deutsche Bibliothekswesen hat sich aktiv an den Entwicklungen im Bereich Linked Data beteiligt. Die zuvor lediglich in den Bibliothekskatalogen vorliegenden Daten können weiteren Sparten geöffnet und so auf vielfältige Weise in externe Anwendungen eingebunden werden. Gemeinsames Ziel bei der Veröffentlichung der Bibliotheksdaten als Linked Data ist außerdem, Interoperabilität und Nachnutzbarkeit zu ermöglichen und sich auf diese Weise stärker mit anderen Domänen außerhalb der Bibliothekswelt zu vernetzen.

Es bestehen sowohl Linked-Data-Services einzelner Bibliotheken als auch der deutschen Bibliotheksverbünde. Trotz ihres gemeinsamen Ziels sprechen die bestehenden Services nicht die gleiche Sprache, da sie auf unterschiedlichen Modellierungen basieren. Um die Interoperabilität dieser Datenquellen zu gewährleisten, sollten die Dienste künftig einer einheitlichen Modellierung folgen.

Vor diesem Hintergrund wurde im Januar 2012 eine Arbeitsgruppe gegründet, in der alle deutschen Bibliotheksverbünde, die Deutsche Nationalbibliothek sowie einige weitere interessierte und engagierte Kolleginnen und Kollegen mit entsprechender Expertise vertreten sind. Die Arbeitsgruppe Titeldaten agiert seit April 2012 als Untergruppe des Kompetenzzentrums Interoperable Metadaten (DINI AG KIM). Die Moderation und Koordination liegt bei der Deutschen Nationalbibliothek.
Im Dezember 2012 schloss sich auch der OBVSG der Arbeitsgruppe an. Die Schweizerische Nationalbibliothek folgte im Mai 2013.

Vorliegende Empfehlungen sollen zu einer Harmonisierung der RDF-Repräsentationen von Titeldaten im deutschsprachigen Raum beitragen und so möglichst einen Quasi-Standard etablieren.

Auch international wird an der Herausforderung gearbeitet, die bestehenden bibliothekarischen Strukturen in die heute zur Verfügung stehenden Konzepte des Semantic Web zu überführen und ihren Mehrwert auszuschöpfen. Die neuesten internationalen Entwicklungen im Bereich der Bereitstellung bibliografischer Daten im Semantic Web wie die Bibliographic Framework Transition Initiative der Library of Congress (BIBFRAME) haben ebenfalls das Ziel, ein Modell zur RDF-Repräsentation bibliothekarischer Daten bereitzustellen. Die Gruppe Titeldaten beobachtet diese Entwicklungen und beabsichtigt, die Erfahrungen und Anforderungen der deutschsprachigen Bibliothekswelt mit einzubringen. Dabei werden einerseits international erarbeitete Empfehlungen aufgegriffen und andererseits Impulse aus der nationalen Kooperation dort eingebracht. Die hier verwendeten Properties könnten z.B. als Grundlage für ein Mapping zu BIBFRAME dienen.

Erläuterungen zur Vorgehensweise

Die DINI AG KIM Gruppe Titeldaten analysierte zunächst, welche Metadaten zur Beschreibung einer bibliografischen Ressource erforderlich sind und welcher Gruppe einer bibliografischen Beschreibung sie zugeordnet werden können. Dies sind:

  • Titel
  • Beteiligte Personen / Rollen / Organisationen
  • Datumsangaben
  • Ortsangaben
  • Identifier
  • Medientypen
  • Relationen / Hierarchien
  • Inhaltserschließende Angaben
  • Sprache

Die vorliegenden Empfehlungen beinhalten die Modellierung eines Kernelementsets. Unter Kernelementen werden hier Properties verstanden, die in einer RDF-Repräsentation enthalten sein sollen, sofern der Ausgangsdatensatz diese enthält. Im ersten Schritt wird ein Kernelementset für textuelle Ressourcen beschrieben. Die Beschreibung von Kernelementen für spezifische Objekttypen (Film, Musik, etc.) sollen in einer späteren Version folgen.

Je nach Anwendungsfall können Anforderungen bestehen, zusätzlich einzelne Felder mit weiteren RDF-Properties auszuweisen oder eine größere Auswahl an Feldern in die RDF-Repräsentation eines Titeldatensatzes mit aufzunehmen. Dies liegt im Ermessen der jeweiligen Institution.

Namespaces

Die vorliegende Modellierung nutzt folgende Ontologien nach. Die Auswahl richtet sich nach dem Grad der Verbreitung, d.h. im ersten Schritt wird das Dublin Core-Vokabular nach geeigneten Elementen untersucht, da dieses auch außerhalb der Bibliothekswelt stark verbreitet ist und – im Gegensatz zu z. B. dem ISBD-Vokabular – sprechende Elementbezeichnungen hat. Wenn dieses kein passendes RDF-Element bietet, wird die Bibliographic Ontology daraufhin geprüft usw.. Es ist den Beteiligten bewusst, dass das Vokabular bestehender Ontologien nicht immer den Anforderungen an die Abbildung von Datenstrukturen in voller Tiefe entspricht.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Anwendung der RDA-Vocabularies und ihrer RDF-Elemente keinen Hinweis auf das bei der Erschließung zugrunde gelegte Regelwerk zulässt.

Dublin Core terms

Dublin Core elements 1.1

Bibliographic Ontology (Bibo)

Resource Description and Access Vocabularies (RDA)

International Standard Bibliographic Description (ISBD)

RDF Schema

Upper Mapping and Binding Exchange Layer (Umbel)

schema.org: Library extension terms (diese haben den Status „work in progress“. Stand: 14. Mai 2013)

Mappings

Da die bestehenden Linked Data Services in Deutschland unabhängig voneinander entstanden und jede Bibliothek bzw. jeder Verbund eine eigene Datenmodellierung erarbeitete, sind die Umsetzungen vielfältig. Die unterschiedlichen Modellierungen resultieren unter anderem aus differierenden Katalogisierungsumgebungen an den verschiedenen Institutionen: Die RDF-Beschreibungen werden jeweils auf Basis unterschiedlicher Ausgangsformate erstellt. Als gemeinsames Ausgangsformat für die konkrete Datenmodellierung in RDF wurde daher MARC 21 gewählt. Zunächst folgt ein vom Ausgangsformat unabhängiges konzeptuelles Mapping. Es ist geplant, in Zukunft auch Mappings weiterer Ausgangsformate zur Verfügung zu stellen (siehe hierzu auch: Beispielimplementierungen).

 

Anhang

  • Mitwirkende der DINI-AG-KIM Gruppe Titeldaten:
    • Stefan Brecheisen - BVB
    • Julia Hauser - DNB (Moderatorin)
    • Sarah Hartmann - DNB
    • Dieter Janka - BSZ
    • Andreas Kahl - BSB
    • Cornelia Katz - BSZ
    • Adrian Pohl - hbz
    • Stefanie Rühle - SUB Göttingen
    • Verena Schaffner - OBVSG
    • Christiane Schmidt - Schweizerische Nationalbibliothek
    • Stephani Scholz - hbz
    • Dr. Thomas Striffler - HeBIS
    • Pascal Christoph - hbz
    • Carsten Klee - ZDB

  • Beispiele in RDF-turtle

  • URI-Design-Empfehlungen

  • Best Pratices / Beispielimplementierungen:
  • Keine Stichwörter