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Auf dieser Seite werden Vorschläge zur einheitlichen Beschreibung der zeitlichen Gültigkeit der Lizenzen der Dokumente beschrieben und mit Beispielen erläutert. Vergleiche:

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In MODS ist kein Element vorhanden, in dem die zeitliche Gültigkeit einer Lizenz eines digitalen Dokumens beschrieben werden kann.

Inhalt

Einleitung

Es muss berücksichtigt werden, dass die zeitliche Gültigkeit unterschiedliche Konsequenzen beschreibt, wie zum Beispiel:

  • Embargo-Fristen: nach einer festgelegten Zeit darf ein Dokument parallel zur Verlagsveröffentlichung in Open Access veröffentlicht werden
  • Urheberrecht: nach einer festgelegten Zeit erlischt das Urheberrecht und das Dokument befindet sich in der Public Domain
  • ...

 

Beispiele

Eigenes Vokabular

Es ist möglich, einen eigenen Standard zu entwickeln, der es erlaubt, die Bedarfe der zeitlichen Gültigkeit zu beschreiben. Das folgende Beispiel beschreibt ein digitales Dokument, das erst nach einer Embargo-Frist von zwei Jahren unter CC BY 4.0 veröffentlicht werden darf.

Der Vorteil besteht darin, dass das Modell, die Elemente und die Werte exakt den Bedürfnissen angepasst werden können. Vergleiche dazu 01 Ist-Analyse - MODS - Zugriffsbeschränkung.

 

MODS und eigenes Vokabular

Es ist in vorigen Beispiel natürlich nur notwendig, entweder "start" und "period" oder "end" anzugeben.

PREMIS

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, PREMIS zu verwenden, um die zeitliche Gültigkeit zu beschreiben.

Das folgende Beispiel beschreibt ein Dokument, das bis zum 31.01.2022 unter der Lizenz CC BY 4.0 steht.

MODS und PREMIS
  • Kann ausgedrückt werden, was nach Ablauf der Lizenz gilt? Automatisch die Public Domain? 
  • Muss/Kann unterschieden werden zwischen Embargo-Zeit und Auslaufen des Urheberrechts?

Vorteile

  • PREMIS wird auch in METS verwendet. Somit könnten die Ergebnisse auf zwei Metadatenstandards angewendet werden. 
  • Kompatibilität zur METS-Lösung

Nachteil

  • Sehr umfangreicher Standard, der unter Umständen nicht von allen Systemen unterstützt wird.
     
  • Änderungen der zeitlichen Gültigkeit werden unter Umständen nicht automatisch in nachfolgende Systeme übertragen. Daher sollte überlegt werden, welche Angaben in dem Austauschformat MODS notwendig sind.

ODRL

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mit ODRL eine Rights Expression Language anzuwenden, für die schon ein Datenmodell und Vokabular entwickelt wurde.

Obwohl es natürlich von Vorteil ist, ein vorhandenes Vokabular zu nutzen, enthält es den Nachteil, dass das Vokabular und teilweise auch das Modell nicht ganz den Anforderungen entspricht.

MODS und ODRL

 

Zusammenfassung / Fragen

  • Ist die Definition eines eigenen Vokabulars für das MODS-Feld <accessCondition> sinnvoll, oder sollten bestehende Standards wie ODRL genutzt werden?
  • Es muss untersucht werden, ob die zeitliche Gültigkeit präziser beschrieben werden muss: Was gilt nach der angegebenen Zeit?

 

 

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