Page tree
Skip to end of metadata
Go to start of metadata

Sitzung der DINI AG KIM

Öffentliche Sitzung, 23. November 2015, 09:00 - 10:45 Uhr

Die Sitzung fand im Rahmen der SWIB15 statt.

Ort: Hamburg, Bürgerhaus Wilhelmsburg

Moderation: Stefanie Rühle (SUB Göttingen)

Protokoll: Jana Hentschke (DNB)

Teilnehmer: Andrea Wuchner (MPDL), Philipp Zumstein (UB Mannheim), Stefan Brecheisen (BVB, München), Andreas Kempf (zbw Hamburg), Joachim Neubert (zbw Hamburg), Ralf Stockmann (SBB), Sabine Liess (GBV), Adrian Pohl (hbz), Stefanie Rühle (SUB Göttingen), Jana Hentschke (DNB)

TOP 1: Begrüßung und Vorstellungsrunde

TOP 2: DINI AG KIM

  • DINI Jahrestagung: Rückschau
    Jana Hentschke berichtet über den Verlauf der DINI-Jahrestagung 2015, die Ende Oktober an der DNB in Frankfurt stattfand und das Thema "Linked Data - Visionen und Wirklichkeit" hatte. Für die Programmgestaltung und Organisation waren in diesem Jahr die DINI-AGs KIM und E-Pub zuständig. Die praktische Vorbereitung und Durchführung wurde von Claudia Walther von der DINI-Geschäftsstelle und zahlreichen DNB-Kolleg* vor Ort mitgetragen. Ein Fazit sowohl der Keynote von Sören Auer als auch der Podiumsdiskussion des ersten Konferenztags war, dass die Technologie Linked Data von unterschiedlichen Domänen bisher sehr unterschiedlich intensiv adaptiert wird. Auch war man sich einig, dass es an der Zeit sei, dass man sich weniger über Technik unterhalte, sondern über praktische Anwendungen. Die Gruppe der Tagungsbesucher gliederte sich in DINI-Akteure, Linked-Data-Interessierte und Linked-Data-Anwender, so dass es auch in den Pausen und bei der Abendveranstaltung zu einem lebendigen Austausch kam. Rückmeldung des DINI-Vorstandes bestätigte den Eindruck von KIM-Seite, dass die Tagung eine gelungene Veranstaltung war.
  • DINI Statement zur LZA/LZV
    Stefanie Rühle informiert über das seit Mitte des Jahres seitens DINI erarbeitete Statement zur digitalen Langzeitarchivierung, das am 1. September veröffentlicht wurde. Es plädiert dafür, eine übergreifende nationale Infrastruktur zur Langzeitarchivierung digitaler Datenbeständen inkl. nachhaltiger Finanzierung zu schaffen. Verfasst wurde es gemeinsam mit nestor und dem DFG-geförderten Projekt „Nationales Hosting elektronischer Ressourcen“ und wurde der HRK AG [Name bitte ergänzen] vorgelegt. Darin wird deutlich gemacht: Projekte für die Anschubfinanzierung sind zwar wichtig, aber mittel- bis langfristig ist eine verlässliche Finanzierung nötig.
  • DINI-Brainstorming
    Die DINI-AG KIM wurde beim DINI-Brainstorming Anfang November in Göttingen vertreten durch Stefanie Rühle. Ein großes Thema war die als notwendig erachtete Stellungnahme zur Novellierung des Urheberrechtsgesetzes. DINI teilt die Position der HRK, dass eine Einzelabrechnung in der Praxis unmöglich ist und setzt sich deshalb für eine pauschale Vergütung ein.

TOP 3: Statusbericht der Arbeitsgruppen

Titeldatengruppe

Jana Hentschke: die Arbeiten an der Anpassung der Empfehlungen (Anlaß: RDA-Einführung) schreiten voran. Es gab vier Telefonkonferenzen seit Mitte des Jahres und am 21. Januar 2016 folgt ein Präsenztreffen in der DNB in Frankfurt. Vorraussichtlich kann im Anschluß daran die nächste Version des Empfehlungsdokuments erstellt werden. Außerdem soll die Liste der erweiterten Empfehlungen und das MARC-RDF-Mapping aktualisiert und erweitert werden. Die Bearbeitung des Themas "Beschreibungen von Musikalien und Tonträger in RDF" verschiebt sich an der DNB, so dass Jana jetzt plant, die Gruppe und weitere Interessierte ab ca. März einzubeziehen, um auf eine Erweiterung der Empfehlungen um diese Ressourcetypen hinzuarbeiten. Im  Rahmen des KIM-Workshops ein Treffen zu veranstalten, ist voraussichtlich zu früh.

Bestandsdaten Gruppe

 Jakob Voss / Carsten Klee sollen gebeten werden, auf der Wiki-Seite der Gruppe den aktuellen Stand zu vermerken und das GitHub-Repository zu verlinken.

Digitalisierungsmetadaten

 Sebastian Meyer und Stefanie Rühle arbeiten gemeinsam mit Vertretern der DINI-AG E-Pub an Empfehlungen für Digitale Sammlungen, siehe Bericht unten.

Forschungsdaten

 Stefanie Rühle: Es gab Pläne, beim RDA-de Treffen 2015 in Potsdam ein Arbeitstreffen zwischen Vertreter* der DINI AGs E-Pub und KIM, der DINI/nestor-AG Forschungsdaten und RDA-de zur Zusammenarbeit zum Thema Forschungsdaten-Metadaten stattfinden zu lassen. Da das Treffen terminlich parallel zur SWIB liegt, kam es nicht dazu. Über die DINI/nestor-AG Forschungsdaten besteht aber weiterhin Kontakt zu RDA-de.

Identifier Gruppe

  Diese Gruppe existierte faktisch nie, da es in Anbetracht vieler verschiedener Interessen und mangelnder Initiative nie zu konkreten Arbeiten kam. Die Anwesenden beschließen, dass sie trotzdem auf den KIM-Wiki-Seiten weiter mit aufgeführt bleiben soll, um bei Bedarf eine Anlaufstelle für zukünftige Projekte zu sein.

Linked Library Data Gruppe

  Existiert nur in Form der Mailingliste, als Austauschforum. Kai Eckert bleibt auch nach seinem Jobwechsel der Moderator.

Lizenzen Gruppe

  inaktiv

Normdaten Gruppe

  Nicole Habermann soll gebeten werden, auf der Wiki-Seite der Gruppe eine Notiz anzubringen, dass sie ruht, aber mit Aufkommen eines neuen Arbeitsauftrages wiederbelebt würde.

OER-Metadaten-Gruppe

  Adrian Pohl berichtet, dass es seit der Session auf dem KIM-Workshop im März keine Entwicklung gab, bis auf einen Kontakt zum Comenius Institut, das sich schon lange mit dem Thema beschäftigt und derzeit zwei Projekte dazu plant.
Adrian wartet auf jemanden, der aktiv was machen will, denn er sieht wenig Sinn darin, sich dem Thema rein theoretisch zu widmen.

TOP 4: Statusbericht Technical Watch Report (TWR)

Andrea Wuchner informiert, dass die technische Infrastruktur für das geplante Open Acccess Journal als erweiterte Fortführung des Blogs nach wie vor steht (OJS). Der organisatorische Rahmen soll nun aufgebaut werden. Die Idee, eine internationale Persönlichkeit als Mitherausgeber zu gewinnen, konnte bisher nicht in die Tat umgesetzt werden. Joachim Neubert, Kai Eckert, Magnus Pfeffer und Andrea Wuchner wollen sich im neuen Jahr treffen und über die inhaltliche Ausrichtung beratschlagen. Von der diesjährige SWIB können dementsprechend noch keine Paper veröffentlicht werden.

TOP 5: Planung DINI AG KIM Workshop 2016

Als Termin wird 5./6. April festgelegt. [Nachtrag: nachträglich korrigiert aus organisatorischen Gründen auf den 04./05. April] Natürlich in guter Tradition in Mannheim.

Programmideen:

  • Stefanie Rühle schlägt eine Session Identifier vor
    Seitens der DDB ist CHE – Persistent Identifiers for Cultural Heritage Entities aktuell ein wichtiges Thema, es geht um die Identifizierung analoger Kulturobjekte. Ebenfalls interessant sein könnte etwas zu ORCID. Adrian Pohl und Joachim Neubert denken, dass auch der Bereich "Linked Data und Persistenz" anlässlich der purl.org- und dewey.info-Probleme ein guter Aufhänger wäre.
  • Etwas zu schema.org? Z.B. wer wie wo damit arbeitet und daraufhin welche Effekte in Suchmaschinen beobachtet hat? Joachim Neubert erwähnt eine rudimentäre Anreicherung damit in EconBiz, aber ohne Messungen über Erfolg. Adrian Pohl: in NWBib wird als JSON-LD damit gearbeitet (vermutlich wegen der Verwendung von URIs aber noch nicht optimal für die Suchmaschinen). Keiner der Anwesenden hat bisher durchschaut (bzw. es geschafft), wann ein separater Suchschlitz in der Google Trefferliste angezeigt wird (JSON-snippet). Joachim Neubert weist darauf hin, dass nach offiziellesm Google Statement: schema.org auch nur für Rich Snippets verwendet wird. Fazit: wahrscheinlich gibt das alles nicht genug her für eine ganze Session.
  • [Nachtrag:] Johann Rolschewski (SBB) könnte sich vorstellen, am ersten Tag einen Hands-on Workshop zum Thema Linked Data Fragments (mit Catmandu) zu machen.
  • [Nachtrag:] Philipp Zumstein könnte Vorträge aus der Mannheimer Informatik anfragen (z.B. Mannheim Search Joins EngineRapidMiner Linked Open Data Extension, Silk)

Über die Mailinglisten soll zu weiteren Anregungen aufgerufen werden.

TOP 6: Empfehlung für digitale Sammlungen der AG Zertifikat Digitale Sammlungen

Stefanie Rühle berichtet ausführlicher über das Unterfangen, zusammen mit der DINI-AG E-Pub einen Kriterienkatalog von Anforderung zusammenzutragen, die Digitale Sammlungen erfüllen sollten, damit man die Daten weiterverarbeiten kann (siehe zugehörige Wiki-Seite). Inspiration war das DINI-Zertifikat für Repositorien. Ob auch für die Digitalen Sammlungen am Ende ein Zertifikat entsteht, ist aktuell nicht mehr so sicher. Vielleicht werden es auch eher erstmal Empfehlungen.

Im Bereich Anwendungsprofile will man gerne konkreter werden, als oai_dc im Repositorien Zertifikat. Im Kontext der DDB ist ein EAD-Anwendungsprofil entstanden und ein LIDO-Anwendungsprofil ebenso wie ein EDM-Anwendungsprofil sind in Arbeit. Auf diese könnte man als Best Practice verweisen. Zudem ist geplant eine grobe Zuordnung der verschiedenen Objekte für eine fachliche Einordnung einerseits und der Bestimmung der Objektart andererseits durch kontrollierte Vokabulare sicherzustellen. Diesbezüglich trafen sich am 6. November 2015 einige der Mitglieder der Arbeitsgruppe in Hamburg, um mögliche Vokabulare zu diskutieren. Der dort erarbeitete Vorschlag sieht die Verwendung des AAT für die Grobklassifikation der Objektart vor und die DNB-Sachgruppen für die fachliche Zuordnung. Dem Thema Schnittstellen widmet sich vor allem Friedrich Summann (UB Bielefeld) auf Grundlage seiner Erfahrungen mit Base. Die Qualität der Digitalisate ist ein Aspekt, hier müssen Wasserzeichen (möglichst weg-/bzw. klein-)diskutiert werden. Freier Zugriff auf die Digitalisate soll natürlich empfohlen werden. Dazu fragt Ralf Stockmann, wie weit man gehen will und erwähnt, dass die SBB-Juristen die Einschätzung vertreten, dass CC0 bei Digitalisaten von Kulturobjekten nicht zutreffend ist, sondern dass diese immer Public Domain sind. Stefanie sieht das auch so, berichtet aber, dass viele Museen das anders sehen (zusätzlich auch andere Materialen besitzen) und dass bei dem Thema mit viel Diskussionsbedarf gerechnet wird. Metadaten können in diesem Bereich wohl teilweise bei sehr langen Beschreibungen tatsächlich urheberrechtlich geschützt sein. Ein weiteres Problem sind nicht-gekennzeichnete Metadatenübernahmen. Weiteres Thema Identifier. Die Abschnitte Betriebssicherheit, Sichtbarkeit und Leitlinien sollen direkt aus dem Zertifikat für Repositorien übernommen werden. Beim Thema Zugriffsstatistik ist die Gruppe aktuell unsicher, ob es relevant ist.

Die DDB wünscht sich als Arbeitsergebnis, dass eine Vorlage herauskommt, auf die sie ihre Teilnehmer verweisen können und die auch für Systemanbieter geeignet ist (im Bibliotheksbereich gibt es in Deutschland zurzeit nur zwei große Player, aber im Museums- und Archivkontext ist die Landschaft sehr vielfältig).

Die DFG-Praxisregeln "Digitalisierung" und die Anwendungsprofile, die im Kontext des DFG-Viewers zur Verfügung stehen werden einbezogen. Sebastian Meyer (SLUB Dresden) ist die Brücke zwischen der AG Zertifikat Digitale Sammlungen und DFG-Viewer. (Auf Frage Ralf:) Volltexte sind bei den DFG-Praxisregeln berücksichtigt und Sebastian hat ein ALTO-Profil erarbeitet, dass über die DFG-Viewer-Liste diskutiert wird. Ralf misst dem Thema hohe Bedeutung bei wegen stark fallender OCR-Preise, auch für Fraktur.

Stefanie lädt alle Interessierten ein, sich dem zweiten Arbeitstreffen der AG Zertifikat Digitale Sammlungen am 08.12. in Göttingen anzuschließen.

TOP 7: Sonstiges

Keine Punkte.

 

  • No labels