Neue und sich schnell entwickelnde KI-Methoden und Hardware-Ressourcen helfen dabei, geeignete und Nutzen bringende automatische Verfahren für Bibliotheken zu entwickeln und einzusetzen. Bereits seit 2009 beschäftigt sich die Deutschen Nationalbibliothek (DNB) mit Verfahren für die automatische Inhaltserschließung, die sich seit 2012 im produktiven Einsatz befinden und seitdem systematisch weiterentwickelt werden. Derzeit finden maschinelle Verfahren für die automatische Klassifizierung mit Sachgruppen und Kurznotationen sowie die Indexierung mit GND-Deskriptoren ihre Anwendung. Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über die aktuellen fachlichen Use Cases und den zugrundeliegenden Verfahren für die automatische Erschließung. Die Use Cases für die Hardware bauen darauf auf, sie unterschieden sich aber grundlegend davon. Sie bilden deshalb den Schwerpunkt der Präsentation und beinhalten die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Hardwareanforderungen für die tägliche Produktion, dem Training der Modelle und der Forschung. Weiterhin wird ein Einblick gegeben, wie sich exemplarisch die Verarbeitungszeit von Daten und damit der Verbrauch wertvoller Ressourcen reduzieren lässt. Ebenfalls werden ersten Erfahrungen mit Large Language Models an der der DNB aufgegriffen, wobei der Focus auf den Hardwareanforderungen liegt. Abschließend werden einige Ideen für die Modellierung eines durchgängigen Hardwarekonzeptes sowie die in der DNB gegangenen Schritte dafür thematisiert. |