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  • AG Dokumentation der digitalen Langzeitarchivierung
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Ziele und Aufgaben

 

Mission Statement

Gemäß OAIS werden digitale Ressourcen nach der Übernahme in ein digitales Langzeitarchiv so weiterverarbeitet, dass sie in Zukunft von den Designated Communities des Langzeitarchivs genutzt werden können. Dokumentation spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle, denn erst sie ermöglicht, dass ein digitales Langzeitarchiv und seine digitalen Ressourcen langfristig nachvoll­ziehbar bleiben.

Der Begriff „Dokumentation“ meint zweierlei: Zum einen verbirgt sich dahinter der Vorgang, Ressourcen (bzw. „Dokumente“) zu sammeln, zu ordnen, zu erschließen und sie damit für die Zielgruppen wiederauffindbar und nutzbar zu machen. Zum anderen ist Dokumentation aber auch das Ergebnis der Beschreibung von Tätigkeiten, Prozessen und Systemen, damit diese langfristig nachvollziehbar bleiben. Auf die digitale Langzeitarchivierung bezogen wäre dies z.B. die Dokumentation der verschiedenen Arbeitsprozesse aus den Funktions­einheiten des OAIS-Modells (Übernahme, Erhaltungsplanung, Archivspeicher usw.).

Die nestor-AG „Dokumentation der digitalen Langzeitarchivierung“ widmet sich der Frage, was, wie, wo und warum in der digitalen Langzeitarchivierung dokumentiert werden muss, damit ein digitales Langzeitarchiv als Ganzes langfristig für seine Designated Communities – darunter z.B. auch Stakeholder – nachvollziehbar bleibt. Der Schwerpunkt der AG liegt dabei auf der Dokumentation von Prozessen, Systemen und den Komponenten, die digitale Ressourcen in einem digitalen Langzeitarchiv durchlaufen, sowie auf der Dokumentation des digitalen Langzeitarchivs als Einrichtung, welche auf Grundlage regulatorischer Vorgaben (z.B. durch den Gesetzgeber) den normativen Rahmen für die digitale Langzeitarchivierung definiert. Die AG betrachtet „Dokumentation“ somit als eine Tätigkeit, die verschiedene Ebenen der digitalen Langzeit­archivierung betrifft. 

Ausgehend von theoretischen Überlegungen aus OAIS beleuchtet die AG sowohl praktische Umsetzungsmöglichkeiten als auch die Grenzen der Dokumentation. Dabei hängt beides nicht nur von der Knowledge Base der jeweiligen Designated Communities, sondern auch von den regulatorischen Vorgaben sowie den personellen, technischen und finanziellen Kapazitäten der jeweiligen verantwortlichen Institution ab. Für Anwender*innen möchte die AG deshalb einen Leitfaden erarbeiten, der trotz dieses Spannungsverhältnisses praktische Empfehlungen für Dokumentation in der digitalen Langzeitarchivierung bietet. Sie möchte damit die Lücke schließen zwischen den abstrakten Kriterien für die vertrauenswürdige digitale Langzeitarchivierung (DIN 31644) und detaillierten Metadatenstandards wie z.B. PREMIS. Dabei richtet sich die AG prinzipiell an alle interessierten Personen und Institutionen, die sich mit digitaler Langzeitarchivierung beschäftigen.

 

Ansprechpartner

NameEinrichtungKontakt
Pia RudnikZB MED – Informationszentrum LebenswissenschaftenRudnik@zbmed.de



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