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Auf dieser Seite werden Vorschläge zur einheitlichen Beschreibung des Rechteinhabers digitaler Dokumente beschrieben und mit Beispielen erläutert.

Vergleiche auch das Template unter https://docs.google.com/spreadsheets/d/1bFU9RzfNVBaV0sViKEinMVqrB4x9cU5K-9z77HJIS1M/edit#gid=1510779288.

Beschreibung des Rechteinhabers

Einleitung

Es muss bei der Beschreibung des Rechteinhabers berücksichtigt werden, dass mit Rechteinhaber unterschiedliche Konzepte gemeint sind, wie zum Beispiel:

  • Bei Retrodigitalisaten sind Bibliotheken die Ersteller und Anbieter der Digitalisate und kein Rechteinhaber im Sinne des Urhebers eines Werks.
    • PDM, CC0: Der Ersteller und Anbieter des Dokuments will/soll genannt werden, um sicher zu stellen, dass Nutzer einen Ansprechpartner für weitere Fragen haben. Zum Beispiel, wenn sich herausstellt, dass das Dokument Fehler enthält, wie fehlende gescannte Seiten, ... Zudem sollte die Institution, die die Lizenz vergeben hat, genannt werden, falls nachträglich die Lizenz revidiert werden muss.
    • CC BY, CC BY-SA, ...: Es soll der Name genannt werden, also muss der Name der Institution, die die Lizenz vergeben hat, genannt werden.
    • Gegebenenfalls muss eine dritte Partei genannt werden, die die Lizenz ursprünglich vergeben hat.
  • Bei Born-Digital-Dokumenten in Repositorien muss berücksichtigt werden, dass der Rechteinhaber der Urheber ist. Es stellt sich die Frage, ob die generelle Urheberangabe dazu ausreichend ist, oder ob in der Lizenzbeschreibung eine weitere Angabe notwendig ist. 

Im Folgenden werden Beispiele in MODS erstellt, die das Erfassen der Problematik und die Entscheidung für eine Empfehlung erleichtern sollen.

Retrodigitalisate - Digitale Sammlungen

Allgemeines

Die Angabe des Rechteinhabers ist schwierig, weil die Institution in der Regel der Hersteller und Anbieter eines digitalen Dokuments ist und die Herstellung der Digitalisate in der Regel kein neues Werk begründet.

Die Frage nach der Urheberschaft und der Schöpfungshöhe kann hier nicht beantwortet werden. Dennoch muss eine Lösung gefunden werden, wie die digitalen Dokumente den jeweiligen Herstellern und Anbietern zugewisen werden können:

  • Retrodigitalisate unter einer CC BY-Lizenz: Es muss eine Institution angegeben werden, die unter Namensnennung benannt werden kann

Owner - Besitzer

Es ist möglich, den Produzenten und den Besitzer des Digitalisats mit dem MARC-Relator "owner" zu benennen.

"owner" bezeichnet in diesem Zusammenhang, die Institution, die das Original-Dokument besitzt, dieses zur Nutzung anbietet und für dessen Archivierung und Langzeitverfügbarkeit verantwortlich ist.

Dadurch ist es möglich, den Produzenten des Dokuments und somit den Ansprechpartner zu benennen, falls Fragen zur Verwendung des Dokuments auftreten.

Rechteinhaber - Owner

Licensor - Lizenzgeber

Es ist möglich, die Bibliothek als den Lizenzgeber des Digitalisats zu benennen, weil sie die Lizenz definiert hat.

Die Bibliothek kann als Lizenzgeber benannt werden, wenn sie die Lizenzbestimmung selber festlegt. Ist sie jedoch nur Produzent für eine dritte Partei, müsste die dritte Partei genannt werden. Eine Ausnahme besteht, wenn explizit festgelegt wird, dass die Bibliothek als Lizenzgeber auftreten soll.

Rechteinhaber - Licensor

Provider - Anbieter

Es ist möglich, die Bibliothek als den Anbieter des Digitalisats zu benennen, der für dauerhafte Verfügbarkeit, ... verantwortlich ist.

Rechteinhaber - Provider

Publisher - Herausgeber/Verleger

Es ist möglich, die Bibliothek als den Herausgeber/Verleger des Digitalisats zu benennen, der für die Veröffentlichung verantwortlich ist.

Rechteinhaber - Publisher

Born Digitals - Repositorien

Die Rechteinhaber der Dokumente in Repositorien sind in der Regel die Urheber, da sie die Dokumente durch die Bibliothek veröffentlichen lassen und diese für die Langzeitverfügbarkeit verantwortlich machen, jedoch selber die Lizenz festlegen, unter der das Dokument veröffentlicht wird.

Es sollte immer auf den Urheber verwiesen werden, wenn Fragen bezüglich der Nachnutzung eines Dokuments auftreten.

 

Umsetzung in MODS

Allgemeines

Wenn eine korrekte Beschreibung des Rechteinhabers definiert wurde, muss diese in MODS einheitlich gespeichert werden. Dazu stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung.

  • Speicherung in Top-level Element: <name>
  • Speicherung in Top-level Element: <accessCondition> / <name>

Speicherung in Top-level Element: <name>

Die Institution wird mit der jeweiligen Rolle wie alle anderen Personen oder Körperschaften auf der obersten Ebene der MODS-Metadaten gespeichert.

Vorteil:

  • flache Hierarchie
  • Personen/Körperschaften werden einheitlich erfasst
  • ...

 

Rechteinhaber - Licensor

Speicherung in Top-level Element: <accessCondition>

MODS

Die Institution wird mit der jeweiligen Rolle in dem MODS-Element <accessCondition> gespeichert.

Vorteil:

  • Eindeutige Zusammenhang zwischen der Körperschaft und Rechteinformation
  • ...

Nachteil:

  • dies führt zu einer Verschachtelung der MODS-Elemente und trägt zur Unübersichtlichkeit bei
Rechteinhaber - Licensor

 

METSRights

Die Institution wird mit der jeweiligen Rolle in dem MODS-Element <accessCondition> gespeichert.

Vorteil:

  • Eindeutige Zusammenhang zwischen der Körperschaft und Rechteinformation
  • Nutzung einer Rechtebeschreibungssprache
  • ...

Nachteil:

  • dies führt zu einer Verschachtelung der MODS-Elemente und trägt zur Unübersichtlichkeit bei
  • Speicherung eines weiteren Formats, beziehungsweise einer Rechtebeschreibungssprache ist technisch nicht ohne weiteres möglich
  • "RightsHolder" entspricht nicht immer eindeutig der Funktion der Bibliothek - in MODS sind durch die MARC-Relator feinere Beschreibungen möglich.
Rechteinhaber - Licensor

 

 

 

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